Shuntportal Gefäßzentrum Bremen

Dialyse

Was hat ein Gefäßzentrum mit Dialysepatienten zu tun?
Viel!

Es gibt 4 wesentliche Gründe dafür, dass viele Patienten in unserem Gefäßzentrum mit einem dialysepflichtigen akuten oder chronischen Nierenversagen behandelt werden:

  1. Das Gross der Dialysepatienten benötigt für die sogenannte Hämodialyse einen Gefäßzugang, der einen ausreichenden Blutstrom aufweist. Da ein leicht zu punktierendes Blutgefäß mit ausreichendem Blutstrom in natürlicher Form jedoch nicht vorliegt, wird dieser Zugang künstlich geschaffen. Dies gelingt durch eine Kurzschlussverbindung einer Vene mit einer Arterie, dem sogenannten AV-Shunt oder kurz nur Shunt genannt. Die Shuntanlage ist ein kleiner aber diffiziler Eingriff mit vielen Fehlerquellen, der nur durch speziell erfahrene Chirurgen durchgeführt werden sollte. In der Regel sind dies Gefäßchirurgen. Daher werden im Gefäßzentrum Bremen eine Vielzahl von Shuntoperationen durchgeführt.
  2. Ein chronisches Nierenversagen begründet sich in einer Vielzahl der Fälle auf einer Mikroangiopathie der Nierengefässe bedingt durch einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Diese Patienten sind aber nicht nur an den Nierenarterien, sondern auch an anderen Arterien, insbesondere am Bein, erkrankt. So resultiert hieraus, dass Patienten, die chronisch dialysiert werden, häufig wegen Verschlüssen der peripheren Arterien bei uns behandelt werden.
  3. Liegt ein chronisches Nierenversagen vor, wird der Patient also regelmäßig dialysiert, so besteht bei ihm die ausgeprägte Neigung zur Entwicklung einer zusätzlichen arteriellen Verschlusskrankheit. Diese Pateinten werden dann im Gefäßzentrum Bremen an den Folgekomplikationen in Form von peripheren Gefäßverschlüssen entsprechend behandelt.
  4. Bei großen Gefäßoperationen, insbesondere im Bereich der Hauptschlagader, der Nierenarterien und der Viszeralarterien kann es insbesondere, wenn es sich um einen Notfall handelt, zu einem akuten Nierenversagen kommen. Kommt es zu dieser Situation, muss der Patient evt. vorübergehend dialysiert werden. Dies geschieht in der Regel auf der Intensivstation des Gefäßzentrum Bremen.

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen ist neben dem Gefäßzentrum auch ein Dialysezentrum, geleitet von Herrn PD Dr. Herget-Rosenthal, etabliert. Dialysepatienten kann daher ein umfassendes Behandlungskonzept geboten werden.

Diese Seiten befassen sich im wesentlichen mit der Problematik des Gefäßzuganges: dem Dialyseshunt. Aber auch Themen wie Peritonealdialyse und Nierentransplantation sollen beleuchtet werden.


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