Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: V. saphena

Die Vena saphena magna (medizinische Abkürzung: V. saphena magna) ist die große oberflächliche Hautvene am Bein. „Saphena“ bedeutet „die Verborgene“, die Vene liegt im Unterhautfettgewebe „verborgen“.

Die V. saphena magna beginnt am Innenknöchel und verläuft an der Innenseite von Unter- und Oberschenkel bis in die Leiste. Hier mündet sie in die tiefe Beinvene (V. femoralis). Die Venenklappe an dieser Mündungsstelle ist sehr wichtig. Funktioniert sie nicht mehr richtig (Klappeninsuffizienz), kann es zur Ausbildung einer Stammvarikose kommen.

Die Vena saphena parva ist die kleine oberflächliche Hautvene am Bein. Sie zieht vom Außenknöchel zur Kniekehle, wo sie in das tiefe Venensystem einmündet. Auch hier kann es bei defekten Venenklappen zu einer Stammvarikose kommen.

Die Saphena-Venen führen normalerweise nur wenig Blut zum Herzen. Ein Verlust ist also funktionell unbedeutend.

Ihre Bedeutung haben die Saphena-Venen wegen ihrer häufigen Klappenerkrankung, die zur Varikosis führt.

Gesunde Saphena-Venen sind ein wichtiges körpereigenes „Ersatzteil“. Sie werden in der Herz- und Gefäßchirurgie als Bypassmaterial verwendet.

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