Gefäßzentrum Bremen am Rotes Kreuz Krankenhaus

Volles Haus beim Symposium Notfall Aorta

Fortbildung für Rettungsdienst, Notfallmedizin und Klinik

MZ9 0521 2

Die Notfallversorgung von akuten Erkrankungen der Hauptschlagader (Aorta) ist im Rettungsdienst und in der Klinik eine sehr große Herausforderung für die behandelnden Teams.

Bei einer rupturierten (geplatzten) Hauptschlagader im Brustkorb oder im Bauchraum versterben ohne Behandlung alle betroffenen Patienten in sehr kurzer Zeit.

Dennoch haben diese Patienten in der heutigen Zeit bei optimaler Versorgung im Rettungsdienst und spezialisierten Kliniken eine Chance diese lebensbedrohliche Erkrankung in einem lebenswerten Zustand zu überstehen.

Daher wurde von der Klinik für Gefäßmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen ein Symposium „Notfall Aorta“ veranstaltet, zu dem über 150 Teilnehmer:innen aus dem nordwestdeutschen Raum angereist sind.

Nach der Begrüßung durch Dr. Frank Trösch (Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin) und Dr. Martin Langenbeck (Ärztlicher Direktor des RKK) gaben

Andre Haverland (Notfallsanitäter) und Dr. Daniel Wörmann (Anästhesist und leitender Notarzt) vom stadtbremischen Fortbildungsinstitut für den Rettungsdienst einen spannenden und sehr informativen Überblick über die Versorgung der Patienten im Rettungsdienst.

Anschließend referierte Dr. Verena Fleischer (Oberärztin der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am RKK) über die optimale Behandlung im Schockraum und die besonderen Herausforderungen bei der Narkoseeinleitung der betroffenen Patient:innen.

Diese spannenden Vorträge wurden anschließend gemeinsam diskutiert. Dabei konnten viele Fragen der Teilnehmer:innen zu diesem wichtigen Thema geklärt werden.

Anschließend wurden die modernsten Behandlungsmethoden des rupturierten Bauchaortenaneurysmas durch Dr. Frank Trösch (Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin) vorgestellt. Anhand von 2 Fallbeispielen realer Patienten mit rupturierten Bauchaorten- Aneurysmen konnte hier gezeigt werden, dass sowohl bei einer offen-operativen (Fall 1, Gefäßprothese) als auch einer endovaskulären Behandlung (Fall 2, Stentgraft- System) eine vollständige Genesung mit anschließender Berufsfähigkeit möglich ist.

PD Dr. Konstantin von Aspern (Oberarzt an der Klinik für Herzchirurgie am Klinikum Links der Weser, Bremen) gab einen sehr interessanten Überblick über die herzchirurgischen Optionen und die Studienergebnisse bei der Typ-A Aortendissektion.

Der letzte Beitrag des Abends von Bernhard Schmuck (Leitender Arzt Interventionelle Radiologie in der Klinik für Gefäßmedizin am RKK) behandelte alle endovaskulären Behandlungsoptionen im Bereich der Brustschlagader. Sehr eindrucksvoll zeigte er hier, wie man mit modernen minimal-invasiven Verfahren schwerste Krankheitsbilder behandeln kann, die früher nur mit großen offenen Operationen versorgt werden konnten.

Anschließend diskutierten alle Vortragenden und Teilnehmer:innen intensiv im Foyer des Tagungszentrums.

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