Beim Herausziehen (Stripping) wird der Hauptstamm der oberflächlichen Venen (Vena saphena magna oder parva) in dem Ausmaß entfernt („gezogen“), wie diese Venen defekte Venenklappen tragen: Entweder mit einer herkömmlichen Metall- oder Plastiksonde (Babcock-Technik) oder mit einer Kältesonde (Kryo-Technik). Die Einmündung dieser Hauptvene in die tiefe Vene (Leiste oder Kniekehle) wird unter Sicht dargestellt und hier direkt zur tiefen Vene abgebunden (Crossektomie), um Rezidive (wiederauftretende Krampfadern) von dieser Region aus zu vermeiden. Sichtbare und tastbare Krampfadern, die häufig Seitenästen wie bei einem Baum entsprechen, werden über kleinste Stiche entfernt. Diese Operationsleistung wird von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt.

Kompressionsstrümpfe sollten postoperativ für 4 Wochen getragen werden, um den Heilungserfolg zu gewährleisten.


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