Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Rauchen

Rauchen ist schädlich!
Eine abgedroschene Phrase?
Fest steht: alle Raucher sind erheblich gefährdeter, an einem Gefäßleiden zu erkranken als Nichtraucher.
Dementsprechend kann das Rauchen als Risikofaktor Nr. 1 bezeichnet werden.
Eine arterielle Verschlusskrankheit ist nicht heilbar. Jedoch kann das Fortschreiten der Gefäßprozesse erheblich verlangsamt werden, wenn Risikofaktoren minimiert werden. Hierzu zählt im besonderen Maße das Rauchen.
Also: Nichtrauchen spart nicht nur Geld…

Bluthochdruck

Die Blutdruckerkrankung (Hypertonie) ist ebenfalls sehr gefährlich für die Blutgefäße. Unter chronisch hohem Blutdruck kommt es zu Veränderungen vor allen in den Gefäßverzweigungen wie zum Beispiel der Gabel der Halsschlagader.
Die Therapie der Hypertonie obliegt im Regelfall dem Hausarzt oder einem Internisten. Oft kann mit einem einzigen Medikament der Blutdruck auf normale Werte gesenkt werden. Warum sollte man sich also unnötigen Risiken aussetzen. Lassen Sie regelmäßig ihre Blutdruckwerte prüfen!

Blutfette

Hohe Blutfettwerte sind bekannterweise ebenfalls für das Blutgefäßsystem schädlich. Vor allem die Herzkranzgefäße sind gefährdet. Eine Senkung der Fettwerte durch entsprechende bewusste Ernährung oder auch durch Medikamente (Hausarzt!) senkt auch das Risiko einer arteriellen Verschlusskranheit.

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Die Zuckerkrankheit ist eine häufige Erkrankung. Neben vielen anderen Komplikationen sind Gefäßkomplikationen sehr häufig. Diese betreffen sowohl die großen Leitgefäße als auch die Mikrozirkulation. Der sogenannte diabetische Fuss beruht oft auf kombinierten Störungen beider Gefäßarten.
Eine gute Blutzuckereinstellung ist eminent wichtig auch in Hinblick auf mögliche diabetische Komplikationen.
Die Blutzuckereinstellung erfolgt durch den Hausarzt oder durch Internisten, bei Problemfällen auch im Krankenhaus.

Es gibt noch viele andere Faktoren, die eine Gefäßerkrankung begünstigen, so zum Beispiel eine familiäre Disposition. Die oben genannten lassen sich jedoch vor allem durch die Mitarbeit und die Disziplin des Patienten zu seinen Gunsten beeinflussen. Eine Minimierung der Risikofaktoren kann Gefäßprozesse stoppen oder zumindestens deutlich verlangsamen.


© 2004 – 2012 Gefäßzentrum Bremen am Rotes Kreuz Krankenhaus · Leitung: Dr. B. Paetz