Halsschlagader (A. carotis)

Javid-Shunt

Die Operation der Halsschlagader ist kein sehr ausgedehnter Eingriff. Jedoch besteht ein spezielles Risiko: Bei der Behebung der Verengung kann es zu einem Schlaganfall bedingt durch die Operation kommen. Diese Komplikation sollte 3% der operierten Fälle nicht überschreiten. Zentren, die Operationen an der Halsschlagader durchführen, so z.B. das Gefäßzentrum Bremen, weisen oftmals deutlich bessere Komplikationsraten auf. Daher sollten Eingriffe an der Halsschlagader gefäßchirurgischen Kompetenz-Zentren vorbehalten bleiben.

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen zur Behebung der Carotisstenose:

  1. die offene TEA mit Patchplastik
  2. die Eversions-Thrombendarteriektomie
  3. der Ersatz des erkrankten Gefäßabschnittes durch ein Venen- oder Kunststoffinterponat

Shunts aci

Um die Verengung der Halsschlagader auszuräumen, muss bei allen Operationsverfahren eine Abklemmung der betroffenen Halsschlagader erfolgen. Diese Tatsache bedeutet, dass über diese Arterie während der Abklemmung kein Blut mehr zum Gehirn gelangt. Da es jedoch noch 3 weitere Schlagadern zur Hirnversorgung gibt, wird dieser Zustand toleriert. Trotzdem sollte die Phase der Abklemmung so kurz wie möglich gehalten werden. Darum legen viele Gefäßchirurgen ein Plastikröhrchen in den oberen und unteren Anteil der abgeklemmten Halsschlagader (Shunt), durch welches das Blut trotz Abklemmung fliessen kann. Zahlreiche Studien haben jedoch gezeigt, dass ein Shunt keinen Vorteil bzgl. der operativ bedingten Schlaganfallrate bringt. Das Gefäßzentrum Bremen verzichtet daher bis auf wenige Ausnahmen (wenn mehrere Hirnschlagadern schlecht sind) auf die Einlage eines Shunts. Dieser kann nämlich beim Einbringen in die empfindliche Halsschlagader wiederum zu Verletzungen führen.

Praeparat Wuer

Eine Operation der Carotisstenose (Verengung der Halsschlagader) dauert ca. 70 - 90 Minuten, je nach Verfahren. Der Aufenthalt im Krankenhaus liegt bei ca. 5 - 7 Tagen.


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