Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Varizen

Varizen, auch Krampfadern genannt, sind erweiterte und geschlängelte Venen, die besonders an den Beinen auftreten. Die Krankheit nennt man Varikosis.

Man unterscheidet verschiedene Ausprägungen der Varikosis.

Stammvarikosis
Klappeninsuffizienz in der V. saphena. Klinisch bedeutsamste Form der Varikosis mit zunehmender Zerstörung der Venenklappen (s. Abb.). Hier ist meistens eine operative Behandlung mit Varizenstripping indiziert.
Perforatorvarikosis
Klappendefekt einzelner Verbindungsvenen zwischen oberflächlichem und tiefem Venensystem (Perforatorinsuffizienz). Eine operative Behandlung ist häufig sinnvoll.
Seitenastvarikosis oder Retikulärvarikosis
Erweiterte Seitenäste der V. saphena. Wenn keine zusätzliche Stammvarikosis besteht, haben die Seitenastvarizen lediglich kosmetische Bedeutung. Sie können in geeigneten Fällen durch eine Verödung beseitigt werden.
Besenreiservarikosis
Kleinste erweiterte Venen in der Haut mit rein kosmetischer Bedeutung.

Abbildung Varizen: Durch den Druck der Blutsäule kommt es zur Schädigung der Klappen mit Flussumkehr des Blutes und damit zur Ausbildung erweiterter und geschlängelter Venen.

  1. gesunde Venenklappen
  2. Venenklappendysfunktion
  3. Ausbildung von Varizen

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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