Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Ultraschall

In der Medizin werden für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbare Schallwellen im Ultraschallbereich diagnostisch und zunehmend auch therapeutisch eingesetzt.

Zur Schallerzeugung dienen sogenannte piezoelektronische Kristalle im Schallkopf eines Ultraschallgerätes. Diese senden den Ultraschall in den Körper aus. Je nach Frequenz werden hierbei flacher oder tiefer gelegene Schichten des Körpers erreicht.

Abhängig von der Gewebeart werden diese Schallwellen nun mehr oder weniger reflektiert. Die gleichen Kristalle, die den Ultraschall erzeugen, dienen nur Sekundenbruchteile später als Mikrofone, die den Schall wieder empfangen. Hierbei wird die Zeit vom Aussenden bis Wiedereintreffen der Ultraschallsignale genutzt, um ein Tiefensignal zu erzeugen.

Die wiederaufgenommenen Ultraschallsignale werden elektronisch aufgearbeitet und in ein Bildsignal umgewandelt, welches auf dem Monitor des Ultraschallgerätes als sogenanntes B-Bild sichtbar gemacht wird. Das B-Bild gibt dann einen Schnitt des geschallten Organs wieder.

In der Gefäßmedizin sind der Ultraschall sowie die elektronisch weitergehenden Doppler- und Farbduplexverfahren eine der wichtigsten Diagnosemittel. Blutgefäße lassen sich hervorragend mit Ultraschall darstellen, die Bewegung des Blutes lässt sich mit der Farbduplexmethode dann farbig darstellen oder mit der Dopplermethode in ein akustisches Signal umwandeln.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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