Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: TIA

Bei der TIA handelt es sich um eine 2 - 3 Minuten, maximal 24 Stunden andauernde neurologische Störung. Hierzu können gehören:

  • kurze flüchtige Blindheit (Amaurosis fugax)
  • flüchtige Halbseitenlähmung oder -Schwäche vorzugsweise arm- und gesichtsbetont
  • Sprachstörungen

Die Ursache liegt in einer kurzandauernden Minderdurchblutung (Ischaemie) des Gehirns meist ausgehend von Verengungen in der Halsschlagader. Häufig liegt bei den Verengungen der Halsschlagader (A. carotis interna) eine Blutgerinnselbildung in Furchen und Höhlen der Kalkplaques vor. Diese Gerinnsel werden mit dem Blutstrom mitgerissen (Mikroembolie) und verlegen kurzfristig kleinere Hirnschlagadern.

Die TIA gilt als Vorbote für einen richtigen Schlaganfall (Apoplex). Daher ist es ein wichtiges Alarmsignal. In jedem Fall sollte nach einer TIA die dopplersonographische Untersuchung der Halsschlagader erfolgen, um eine Verengung als Ursache auszuschliessen.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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