Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Takayasu-Syndrom

Das Takayasu-Syndrom oder Aortenbogensyndrom ist eine entzündliche Gefäßerkrankung (Vaskulitis) mit Bildung von Verengungen und Verschlüssen. Hauptmanifestationsort ist der Aortenbogen (obere Hauptschlagader) mit seinen Gefäßästen (Schlüsselbeinarterie, Halsschlagader).

Das Takayasu-Syndrom ist sehr selten und tritt bei 2 von 1 Mio. Einwohnern pro Jahr auf. Betroffen sind meist Menschen der östlichen Hemisphäre (Japan, China). Die Ursache ist nicht geklärt.

Klinisch unterscheidet man 2 Phasen: Eine Phase mit beginnenden Verengungen und eine Verschlussphase. In der Verschlussphase wird die Erkankung häufiger diagnostiziert, da hier Durchblutungsstörungen auffällig werden (fehlende Pulse am Arm, etc.). Sind die Halsschlagadern betroffen, so kann der Patient auch durch Hirndurchblutungsstörungen auffällig werden.

Die Diagnose gelingt in der Regel durch die Duplexsonographie, da hier die typische Verdickung der inneren Gefäßschichten (Intima-Media-Komplex) besonders gut dargestellt werden kann.

Die Therapie ist sehr schwierig, Cortisongaben sind umstritten. Bei Verschlüssen lassen sich durch die Gefäßchirurgie Bypässe implantieren, die Ergebnisse sind aber nicht so gut wie bei den “normalen Durchblutungsstörungen”.

Klinische Häufigkeit: * sehr selten

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