Gefäß-Lexikon von A-Z

Zur Begriffssuche Buchstaben anwählen ( Abbildungsnachweis… )


Suchbegriff: Schaufensterkrankheit ( Claudicatio intermittens )

Die Schaufensterkrankheit oder Claudicatio intermittens ist die Folge einer Durchblutungsstörung (Arteriosklerose) des Beines. Sie entspricht dem Stadium 2 der pAVK nach der Fontaine-Klassifikation.

Kommt bei Belastung der Beinmuskulatur auf Grund eines Verschlusses oder einer Verengung der Beinschlagadern zu wenig Blut ins Bein, resultieren daraus Schmerzen. Diese Schmerzen können in der Oberschenkelmuskulatur, viel häufiger aber in der Wadenmuskulatur auftreten.

Typisch ist, dass beim Stehenbleiben und damit dem Beenden der Belastung die Durchblutung wieder ausreicht und der Schmerz nachlässt. Die Patienten können dann nach mehreren Minuten wieder weiterlaufen, bis erneut die Toleranzgrenze der Muskultur für Minderdurchblutung erreicht ist. Da viele Patienten mit Durchblutungsstörungen dieser Art nicht auffallen wollen, nutzen sie die schmerzbedingten Zwangspausen, um sich Schaufenster anzusehen, daher der Name dieses Stadiums der Durchblutungsstörung.

Der häufigste Grund für die Claudicatio ist der Verschluss der Oberschenkelarterie. Durch Umgehungskreisläufe reicht die Beindurchblutung in Ruhe zwar aus, beim Gehen aber wird die Wadenmuskulatur mit zu wenig Blut versorgt und es kommt zu den typischen ziehenden Wadenschmerzen. Die Gehstrecke ist dabei sehr verschieden und reicht von mehreren Hundert Metern bis zu nur einigen Schritten bis zum Schmerzbeginn.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

Zurück…


© 2004 – 2017 Gefäßzentrum Bremen am Rotes Kreuz Krankenhaus · Leitung: Dr. F. Marquardt