Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Postthrombotisches Syndrom

Ein postthrombotisches Syndrom bezeichnet den Folgezustand nach einer tiefen Venenthrombose (Phlebothrombose) am Bein.

Nach einer tiefen Venenthrombose ist der Rücktransport des Blutes Richtung Herz gestört. Es kommt zu einer Venendrucksteigerung und Lymphabflussstauung im Bein.

Typische Beschwerden sind Schwellneigung des betroffenen Beines, Schweregefühl und Schmerzen. In fortgeschrittenem Stadium kommt es zu Hautschäden (trophische Störungen) am Unterschenkel mit Hautverdünnung, Pigmentierung (Braunfärbung) oder gar einem Geschwür (Ulcus cruris), also einem „offenen Bein“.

Die beste Prophylaxe ist das regelmäßige Tragen eines Kompressionsstrumpfes.

Es kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis sich nach der ursächlichen Thrombose ein postthrombotisches Syndrom entwickelt. 20% aller Patienten mit einer Bein- oder Beckenvenenthrombose bekommen ein postthrombotisches Syndrom, 7% ein offenes Bein.

Das postthrombotische Syndrom hat eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung, weil die Betroffenen durchschnittlich 2 Monate pro Jahr krank sind und 8 Jahre früher berentet werden.

Klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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