Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Endovenöse Laserbehandlung

Die endovenöse Laserbehandlung ist ein modernes Therapieverfahren bei Krampfadern. Nicht alle Patienten sind für dieses Verfahren geeignet.

Die erkrankte Vena saphena magna wird über einen kleinen Schnitt unterhalb des Knies freigelegt. Dann wird die Lasersonde in der Vene unter Ultraschallkontrolle (Duplexsonographie) bis zur Leiste vorgeschoben. Die Laserimpulse führen zu einer thermischen Schädigung der Vene, wodurch sich die Venenwand zusammenzieht. Folge ist ein kompletter Verschluss der Vene. Die Vene ist damit funktionell ausgeschaltet.

Im Gegensatz zu den Verfahren des Varizenstrippings wird die Vena saphena nicht entfernt sondern nur “verschweißt”. Ein Vorteil der endovenöse Laserbehandlung ist das gute kosmetische Ergebnis mit geringer Narbenbildung, im Idealfall nur ein kleiner Schnitt am Unterschenkel bei isolierter Stammvarikosis der V. saphena.

Statt Laser kann auch Radiofrequenzenergie zur endovenösen Okklusion der Stammvene eingesetzt werden.

Bei der endovenösen Varizenbehandlung wird auf eine Krossektomie verzichtet. Deshalb kann es im Langzeitverlauf eventuell häufiger zu Rezidiven kommen.

Das Gefäßzentrum im RKK hat die endovenöse Laserbehandlung 2004 im Großraum Bremen eingeführt.

Klinische Häufigkeit: *** häufig

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