Gefäß-Lexikon von A-Z

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Suchbegriff: Crossektomie

Die Crossektomie (auch Krossektomie) ist ein Teil der Krampfaderoperation und wird üblicherweise mit dem Varizenstripping kombiniert.

Das Wort Crosse kommt aus dem Französischen und bedeutet “Bischofsstab”, “Krummstab” oder “Hirtenstab”. Die Crosse bezeichnet den bogenförmigen körpernahen Anteil der V. saphena magna (oder parva) , also den Abschnitt der oberflächlichen Krampfader, der in die tiefe Vene einmündet.

Die klassische Varizenoperation beginnt mit der Crossektomie. Die Crossektomie beinhaltet die Durchtrennung der oberflächlichen Krampfader (V. saphena) an ihrer Einmündung in das tiefe Venensystem, wobei das “Loch” zur tiefen Vene hin zugebunden wird (Ligatur). Im Bereich der Crosse münden mehrere kleine Venenäste sternförmig in die Vena saphena, weshalb man diese anatomische Region auch “Venenstern” nennt.

Die operative Trennung der V. saphena von der tiefen Vene inklusive der Unterbindung aller in dieser Region einmündenden Seitenäste bezeichnet man als Crossektomie.

Bei der Operation der kranken V. saphena magna erfolgt die Crossektomie über den Schnitt in der Leiste. Bei der Operation der kranken V. saphena parva erfolgt die Crossektomie über den Schnitt in der Kniekehle.

Im Anschluss an die Crossektomie erfolgt üblicherweise das Varizenstripping.

Die Abbildung zeigt die Anatomie der Leiste mit Einmündung der V. saphena magna in das tiefe Venensystem.

klinische Häufigkeit: **** sehr häufig

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